Im zweiten Teil seines aufschlussreichen Dialogs ging Dr. James Del Rosso, DO, auf bedeutende therapeutische Innovationen ein, die die Behandlungsstrategien für Erkrankungen wie chronisches Handekzem (CHE), chronische spontane Urtikaria (CSU) und Vitiligo transformieren.
Dr. Del Rosso beleuchtete, wie diese neueren therapeutischen Mittel bestehende Versorgungslücken für Patienten schließen, die mit traditionellen Behandlungen keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt haben. Unter diesen Erkrankungen bleibt CSU besonders herausfordernd, insbesondere für diejenigen Personen, die nicht ausreichend auf hohe Dosen von H1-Antihistaminika ansprechen.
Wie Dr. Del Rosso feststellte, ist CSU durch anhaltende Urtikaria gekennzeichnet, die mindestens sechs Wochen andauert, selbst bei erhöhten standardmäßigen therapeutischen Interventionen. Die Behandlungslandschaft für CSU entwickelt sich schnell weiter und geht über Antihistaminika hinaus, um gezielte Biologika und kleine Molekültherapien einzuschließen.
Eine der vielversprechenden Behandlungen ist Dupilumab, eine injizierbare Therapie, die alle zwei Wochen verabreicht wird und sich als wirksam erwiesen hat, wenn sie in Kombination mit Antihistaminika bei Erwachsenen mit CSU eingesetzt wird. Dr. Del Rosso betonte, dass der Beginn der Linderung erheblich variieren kann; während einige Patienten kurz nach Beginn der Therapie eine Verbesserung bemerken, kann es bei anderen Wochen dauern, bis sie wesentliche Vorteile sehen.
Diese Variabilität hebt die Notwendigkeit hervor, dass Gesundheitsdienstleister von Anfang an realistische Erwartungen für die Patienten setzen. Kürzlich hat auch die Aufmerksamkeit auf Remibrutinib gerichtet, einen oralen Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor, der in den REMIX-Studien in einer Dosierung von 25 mg zweimal täglich evaluiert wurde.
Dr. Del Rosso beschrieb die klinische Leistung von Remibrutinib als bemerkenswert aufgrund seiner schnellen Reaktionszeit und sagte: „Die meisten Patienten werden eine sehr schnelle – manchmal innerhalb weniger Tage – signifikante Reduktion der Quaddeln und des Juckreizes sehen.“ Diese schnelle Wirkung kann besonders vorteilhaft für Patienten sein, die unter schweren Symptomen leiden, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
In Bezug auf die Sicherheit scheinen die mit Remibrutinib verbundenen Nebenwirkungen beherrschbar zu sein. Es wurden Fälle von milden Petechien berichtet; Dr. Del Rosso klassifizierte diese jedoch als klinisch unbedeutend. Eine Warnung auf dem Produktlabel rät zur Vorsicht bei chirurgischen Eingriffen, was ähnlich wie die Vorsichtsmaßnahmen bei nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten ist.
Über systemische Therapien hinaus hob Dr. Del Rosso auch bedeutende Fortschritte bei topischen Behandlungen hervor. Die Einführung von Delgocitinib, einem topischen pan–Januskinase-Inhibitor, bietet einen neuartigen Behandlungsansatz für CHE, der verschiedene zugrunde liegende Ursachen anspricht, einschließlich atopischer, allergischer und irritativer Typen.
Klinische Studien haben die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Delgocitinib bei Anwendung auf Händen und Handgelenken bestätigt. Darüber hinaus spielt topisches Ruxolitinib weiterhin eine wesentliche Rolle bei der Behandlung von Erkrankungen wie atopischer Dermatitis und Vitiligo, obwohl die Behandlungsprotokolle je nach spezifischer Erkrankung variieren können.
Im Kontext von Vitiligo ist seine Anwendung im Allgemeinen auf Bereiche beschränkt, die bis zu 10 % der Körperoberfläche abdecken, wobei oft kosmetisch sensible Regionen wie das Gesicht im Fokus stehen, das laut Dr. Del Rosso am konsistentesten auf die Behandlung anspricht. Er verwies auch auf aufkommende Forschungen zur Kombination von topischem Ruxolitinib mit häuslicher narrowband UVB-Therapie, eine Strategie, die durch die Einführung neuer überwachter Phototherapiegeräte praktikabler geworden ist.
Insgesamt signalisieren diese Fortschritte einen breiteren Wandel hin zu zielgerichteten, mechanismusgesteuerten Therapien in der Dermatologie. Diese Evolution ermöglicht es Klinikern, Behandlungspläne flexibler anzupassen, was letztendlich zu verbesserten Ergebnissen für Patienten führt, die mit historisch herausfordernden Hauterkrankungen konfrontiert sind.