Elevate Derm 2026 Tag 2 Highlights: Fortschritte bei Haar-, Haut- und KI-Pflege

Warum diese Konferenz für alle wichtig ist, die sich Sorgen um ihre Haut machen

Hautprobleme beeinflussen unser tägliches Wohlbefinden – von juckendem Ekzem über Haarausfall bis hin zu hartnäckigen dunklen Flecken. Auf der kürzlich stattgefundenen Dermatologie-Konferenz Elevate‑Derm Summer 2026 tauschten sich Ärztinnen und Ärzte sowie Fachkräfte aus der Praxis über praktische, fallbasierte Strategien zur Behandlung häufiger und komplexer Hautprobleme aus. Diese Zusammenfassung fasst die wichtigsten Themen des zweiten Konferenztags in verständlicher Sprache zusammen.

Vormittag: Haare, Ekzem, Warzen und die Rolle von KI

Der Vormittag widmete sich einer Mischung aus Haarerkrankungen, atopischer Dermatitis und neuen Hilfsmitteln in der Dermatologie.

Die Referierenden erklärten Alopecia, den medizinischen Begriff für Haarausfall, sowie weitere Kopfhautprobleme. Dabei legten sie besonderen Wert auf Beschwerden, die bei Menschen mit dunklerer Haut häufiger auftreten oder anders aussehen. Auch wurde besprochen, wie bestimmte Haarpflege- und Stylingmethoden Diagnose und Behandlung beeinflussen können.

Ein weiterer Vortrag beschäftigte sich mit atopischer Dermatitis, besser bekannt als Ekzem, und zwar über alle Altersgruppen hinweg. Anhand von echten Patientinnen und Patienten zeigten die Vortragenden, wie sich Ekzeme bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen äußern und wie man sie behandeln kann.

Außerdem gab es einen Beitrag zur Behandlung von Hautwarzen, die über das übliche Vereisen (Kryotherapie) hinausgeht. Ziel war es, Ärztinnen und Ärzte zu ermutigen, alternative Optionen in Betracht zu ziehen, wenn Warzen auf die Standardbehandlung nicht ansprechen.

Zum Abschluss des Vormittags stand das Thema Künstliche Intelligenz (KI) auf dem Programm. Die Referierenden rieten zu einer ausgewogenen Sichtweise: KI kann Ärztinnen und Ärzte sinnvoll unterstützen, bringt aber auch Herausforderungen und Grenzen mit sich, die sorgfältig bedacht werden müssen.

Nachmittag: Haut bei Menschen mit dunklerer Hautfarbe, Hidradenitis suppurativa und Pigmentstörungen

Am Nachmittag lag der Fokus auf entzündlichen Erkrankungen und Pigmentproblemen – erneut mit besonderem Blick auf die Haut von Menschen mit dunklerem Teint.

Ein zentrales Thema war Hidradenitis suppurativa (HS), eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die schmerzhafte, wiederkehrende Knoten vor allem in Bereichen wie Achseln oder Leiste verursacht. Anhand schwieriger Fälle erklärten die Referierenden praxisnahe Ansätze zur Diagnose und Behandlung von HS.

Es gab außerdem Neuigkeiten zur Behandlung von Hyperpigmentierung, also dunkleren Hautstellen. Die Vorträge konzentrierten sich auf Strategien, die besonders gut für Menschen mit dunklerer Haut geeignet sind, und darauf, Behandlungen so anzupassen, dass Reizungen und weitere Verfärbungen vermieden werden.

In einer Live-Diskussion ging es um den Einsatz von Biologika bei Kindern und Jugendlichen mit Psoriasis (Schuppenflechte). Biologika sind verschreibungspflichtige Medikamente, die gezielt das Immunsystem beeinflussen und bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis eingesetzt werden. Das Panel sprach über wichtige Aspekte bei jüngeren Patientinnen und Patienten, etwa zur Sicherheit und wann solche Medikamente in Betracht gezogen werden sollten.

Zum Tagesabschluss: Aktuelles zur psoriatischen Erkrankung und Zeit zum Austausch

Die Fortbildungen des Tages endeten mit einem Überblick über neue Entwicklungen bei psoriatischen Erkrankungen. Die Vortragenden berichteten über sich verändernde Behandlungsmöglichkeiten und was diese für die Versorgung der Patientinnen und Patienten bedeuten.

Nach den offiziellen Programmpunkten hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre weiter auszutauschen und Kontakte zu knüpfen – eine Möglichkeit, die viele als wertvoll für den Erfahrungsaustausch und praktische Tipps empfanden.

Was als Nächstes auf dem Programm steht

Am folgenden Tag standen weitere häufig nachgefragte Themen auf der Agenda, darunter Inflammaging (ein Begriff für niedriggradige Entzündungen, die zur Hautalterung beitragen können), neue Erkenntnisse zu atopischer Dermatitis und Psoriasis, chronische Nesselsucht (Urtikaria), Immunreaktionen im Zusammenhang mit Biologika sowie andere entzündliche Hauterkrankungen. Weitere Podiumsdiskussionen und Gelegenheiten zum Netzwerken waren ebenfalls geplant.

Wann Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen sollten

Vereinbaren Sie einen Termin bei einer Dermatologin oder Ihrem Hausarzt, wenn Sie neue, sich verändernde, schmerzhafte, blutende oder infizierte Hautveränderungen bemerken oder wenn eine bereits bestehende Erkrankung wie Ekzem, Psoriasis oder HS sich verschlechtert oder Ihre Lebensqualität beeinträchtigt. Die Auswahl der Behandlung kann komplex sein und sollte gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen, die oder der Ihre Krankengeschichte kennt.

Hautveränderungen im Blick behalten

Ein einfaches Foto-Tagebuch von Ausschlag, Muttermal oder anderen Hautveränderungen kann Ihnen und Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt helfen, den Verlauf besser zu verfolgen. Am besten gelingen Vergleiche, wenn die Fotos immer bei ähnlichem Licht und aus derselben Entfernung aufgenommen werden.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel fasst die wichtigsten Punkte einer Dermatologie-Konferenz zusammen. Er ersetzt keine medizinische Beratung. Entscheidungen zur Behandlung sollten Sie immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Dermatologen besprechen.

Quellen

Im Originalartikel wurden keine Quellen angegeben.

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