Rotes Licht PDT: Neue Standards für die Behandlung von oberflächlichem BCC festlegen

Einblicke in die rotlichtaktivierte photodynamische Therapie bei Hautkrebs

In einer aktuellen Folge der Expert Perspectives Video-Serie erläuterte Dr. Todd Schlesinger, ein hochangesehener Dermatologe, Mohs-Chirurg und klinischer Prüfer bei Epiphany Dermatology in South Carolina, die wachsende Evidenz, die die Anwendung der rotlichtaktivierten photodynamischen Therapie (PDT) in Verbindung mit 10% Aminolävulinsäure (ALA) Gel unterstützt. Er diskutierte, wie Gesundheitsfachkräfte diese aufkommenden Daten in ihrer klinischen Praxis interpretieren sollten.

Blaulicht-PDT: Einschränkungen und anekdotische Evidenz

Dr. Schlesinger wies darauf hin, dass, obwohl Blaulicht-PDT in der dermatologischen Behandlung, insbesondere bei Erkrankungen wie aktinischer Keratose, an Popularität gewonnen hat, die Evidenz, die ihre Wirksamkeit bei oberflächlichem Basalzellkarzinom (sBCC) unterstützt, begrenzt bleibt. „Wir haben wirklich nicht so viele Daten für Blaulicht“, bemerkte er und deutete an, dass vieles, was existiert, weitgehend anekdotisch ist.

Rotlicht-PDT: Eine robuste Evidenzbasis

Im krassen Gegensatz dazu profitiert die Rotlicht-PDT von Ergebnissen, die aus einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie stammen, die die kombinierte Anwendung von Rotlicht und 10% ALA-Gel in einer ausreichend großen Kohorte von Patienten mit diagnostiziertem sBCC bewertete. „Ich denke, dass dies wirklich die Daten definieren und den Standard setzen wird“, betonte Schlesinger und hob die Bedeutung rigoroser Forschung hervor.

Warum Rotlicht? Erklärung der Eindringtiefe

Dr. Schlesinger erläuterte, dass Rotlicht hauptsächlich aufgrund seiner überlegenen Eindringtiefe gewählt wurde, die die Energieübertragung über die Epidermis hinaus in die Dermis erleichtert. Er bemerkte: „Diese Tiefe, die in der Lage ist, durch die Epidermis, die Dermis und ein wenig in das subkutane Gewebe einzudringen, würde sicherstellen, dass genügend Energie an der dermal-epidermalen Grenze vorhanden ist, um das oberflächliche Basalzellkarzinom effektiv zu behandeln.“

Leitfaden für Kliniker: Auswahl zwischen Lichtquellen

Als er gefragt wurde, wie er anderen Klinikern rät, zwischen Lichtquellen für PDT zu wählen, war Schlesinger eindeutig. „Ich werde Rotlicht sagen, weil die Daten da sind“, erklärte er selbstbewusst. „Wir haben die Daten, die das jetzt unterstützen.“ Während er anerkennt, dass zukünftige Forschungen die Anwendungen von Blaulicht erweitern könnten, betonte er, dass aktuelle klinische Entscheidungen auf den bestehenden Beweisen und nicht auf theoretischen Annahmen basieren sollten.

Kriterien für die Patientenauswahl

Die Patientenauswahl spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der PDT. Laut den vorliegenden Daten sind geeignete Kandidaten für diese Behandlung Personen mit biopsiebestätigtem sBCC, das am Rumpf oder an den Extremitäten lokalisiert ist, einschließlich Läsionen mit einer Größe von bis zu 2 bis 3 cm. Diese Fälle bieten oft Alternativen zur chirurgischen Intervention für Patienten, die einen nicht-invasiven Ansatz bevorzugen.

Praktische Überlegungen, die die Entscheidung zur Durchführung der Behandlung beeinflussen, umfassen:

  • Zugänglichkeit des Behandlungsortes
  • Verfügbarkeit von Rotlichtgeräten
  • Fehlen von Kontraindikationen wie erheblicher Lichtempfindlichkeit

Die Bedeutung der Biopsiebestätigung

Abschließend betonte Dr. Schlesinger die Notwendigkeit, eine Biopsiebestätigung vor Beginn der Behandlung zu erhalten. „Wir wollen sicherstellen, dass es sich um ein oberflächliches Basalzellkarzinom handelt, denn da haben wir die Daten“, bemerkte er und warnte, dass aggressivere Subtypen oder rezidivierende Tumoren keine geeigneten Kandidaten für PDT sind.

Quellen

  1. Epiphany Dermatology, Expert Perspectives Video-Serie.
  2. Klinische Studiendaten, randomisierte, doppelblinde Studie zur Rotlicht-PDT.
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