Seborrhoische Keratose ist ein gutartiger Hauttumor, der durch Verhornung gekennzeichnet ist und sich über die Hautoberfläche erhebt.
Diese Läsionen treten typischerweise nach dem 50. Lebensjahr auf, wobei ihre Häufigkeit mit zunehmendem Alter zunimmt. Seborrhoische Keratosen treten häufig mehrfach auf, und die Anzahl der Läsionen nimmt mit der Zeit tendenziell zu. Diese Art von Neoplasma tritt bei Männern und Frauen gleichermaßen häufig auf, wobei die Häufigkeit je nach Alter und anderen Faktoren leicht variieren kann.
Die genaue Ursache der seborrhoischen Keratose ist noch unklar, es wurden jedoch mehrere Faktoren identifiziert, die das Risiko für die Entwicklung dieser gutartigen Hautläsionen erhöhen können. Diese Faktoren tragen zum Auftreten und Wachstum der seborrhoischen Keratose bei:
Die Diagnose einer seborrhoischen Keratose basiert auf einer klinischen Untersuchung, die eine routinemäßige visuelle Inspektion der Läsion und eine dermatoskopische Beurteilung zur Beurteilung der Wachstumseigenschaften umfasst. Bei Verdacht auf eine bösartige oder atypische Läsion kann eine Biopsie durchgeführt werden, um die Diagnose zu bestätigen und andere Erkrankungen, wie z. B. Hautkrebs, auszuschließen.
Bei einer visuellen Untersuchung erscheint die seborrhoische Keratose als abgeflachte, halbkugelförmige oder kurzstielige Läsion, die sich über die Haut erhebt. Diese Läsionen sind oft symmetrisch, typischerweise oval oder rund, größere können jedoch auch unregelmäßige Formen aufweisen. Die Oberflächenstruktur der seborrhoischen Keratose unterscheidet sich von der normalen Haut: Sie ist rau, trocken und kann Anzeichen von Schuppenbildung aufweisen. In einigen Fällen, insbesondere bei größeren Läsionen über 10 mm, kann die Oberfläche eine warzenartige Struktur aufweisen, die großen, unebenen trockenen Papillen ähnelt. In bestimmten Fällen ist die Verhornung so ausgeprägt, dass Teile der Keratose von selbst oder bei minimaler physischer Einwirkung abfallen können.
Die Grenzen der seborrhoischen Keratose sind in der Regel klar und gleichmäßig. Bei großen Keratomen können die Ränder jedoch uneben sein. Die Farbe der seborrhoischen Keratose variiert von hautfarben oder grau bis graubraun. In einigen Fällen können rosa oder rosarote Farbtöne auftreten. Die umgebende Haut kann eine leichte Rötung aufweisen.
Das Haarwachstum im Bereich der seborrhoischen Keratose ist in der Regel nicht beeinträchtigt. In einigen Fällen kann jedoch Haar in der Läsion wachsen, wenn diese angeboren ist, oder in Bereichen der Keratome mit Hypopigmentierung.
Die Größe der seborrhoischen Keratose variiert und reicht von 5 mm bis 20 mm Durchmesser.
Läsionen, die größer als 15 mm sind, sind selten. Die Höhe der Läsion über der Hautoberfläche beträgt in der Regel nicht mehr als 5–7 mm.
Seborrhoische Keratosen treten am häufigsten am Rumpf, an den oberen Extremitäten und im Gesicht auf. Bei älteren Menschen können diese Läsionen auch an anderen Körperstellen auftreten.
Die Dermatoskopie der seborrhoischen Keratose zeigt folgende charakteristische Merkmale:
Es ist wichtig, seborrhoische Keratosen von anderen pigmentierten Hautneubildungen zu unterscheiden, wie zum Beispiel:
Seborrhoische Keratose ist im Allgemeinen eine harmlose Erkrankung mit geringem Risiko einer Malignisierung. Eine maligne Transformation ist selten, kann jedoch auftreten, insbesondere wenn die Läsion chronischen Verletzungen oder Reizungen ausgesetzt ist, wie z. B. thermischen Verbrennungen oder chemischen Einflüssen. Das Risiko einer malignen Entartung der seborrhoischen Keratose wird auf 1–10 % geschätzt, wobei die meisten Fälle in ein Plattenepithelkarzinom übergehen. In einigen Fällen kann diese Umwandlung über eine Phase fortschreiten, die als Bowen-Krankheit (eine Krebsvorstufe) bezeichnet wird.
Patienten mit multiplen seborrhoischen Keratosen haben ein erhöhtes Risiko, andere bösartige Tumoren zu entwickeln, insbesondere auf der umgebenden Haut oder in angrenzenden Bereichen. Dies kann die rechtzeitige Erkennung und Differentialdiagnose bösartiger Läsionen erschweren.
Wenn keine Anzeichen von Schäden, Veränderungen im Erscheinungsbild oder Symptome vorliegen, ist bei seborrhoischer Keratose in der Regel eine Selbstüberwachung ausreichend. Diese sollte regelmäßige Kontrollen, mindestens einmal pro Jahr, umfassen. Bei mechanischen Schäden oder wenn Veränderungen der Läsion festgestellt werden, ist es wichtig, unverzüglich einen Dermatologen oder Onkologen aufzusuchen.
Der Arzt wird beurteilen, ob eine weitere Beobachtung oder Entfernung der Läsion erforderlich ist. Nävi, die durch Kleidung, Schmuck oder berufliche Tätigkeiten ständig chronischen Traumata ausgesetzt sind, sollten entfernt werden. Eine Entfernung ist auch angezeigt, wenn der Patient unter kosmetischen Beschwerden oder psychischen Belastungen leidet.
Zur dynamischen Überwachung ist es hilfreich, Fotos der seborrhoischen Keratose zu machen, um Veränderungen im Erscheinungsbild im Laufe der Zeit zu verfolgen. Patienten mit mehreren seborrhoischen Keratosen sollten im Frühjahr und Herbst (vor und nach der Strandsaison) von einem Dermatologen oder Onkologen untersucht werden. Eine Hautneoplasmakarte ist ein wertvolles Hilfsmittel für die laufende Beobachtung und hilft, neue oder veränderte Läsionen zu erkennen.
Die Behandlung der seborrhoischen Keratose erfolgt in der Regel chirurgisch, einschließlich der Entfernung mit einem klassischen Skalpell oder einem Radiofrequenzskalpell. Eine histologische Untersuchung des entfernten Gewebes ist erforderlich, um sicherzustellen, dass die Läsion gutartig ist.
Weniger invasive Methoden wie die Entfernung mit Laser oder Kryodestruktion (Entfernung mit flüssigem Stickstoff) können angewendet werden, nachdem durch eine gründliche Untersuchung durch einen Onkologen oder Dermatologen sichergestellt wurde, dass die Läsion gutartig ist. Diese Methoden sollten nur angewendet werden, nachdem eine maligne Transformation ausgeschlossen und eine Differentialdiagnose durchgeführt wurde.
Wenn die Läsion nicht mit weniger invasiven Methoden behandelt werden kann oder Zweifel an ihrer Beschaffenheit bestehen, bleibt die chirurgische Entfernung die wirksamste Option zur Entfernung. In einigen Fällen können Patienten aufgrund der Möglichkeit eines Rezidivs mehrere Behandlungen benötigen, insbesondere bei angeborener seborrhoischer Keratose.
Um dem Auftreten von seborrhoischer Keratose und ihrer potenziellen Malignität vorzubeugen, sind eine sorgfältige Hautpflege und Anpassungen der Lebensweise erforderlich:
Die regelmäßige Untersuchung seborrhoischer Keratosen, die rechtzeitige Konsultation eines Arztes bei Veränderungen und die Entfernung potenziell gefährlicher Läsionen sind für die Erhaltung der Hautgesundheit unerlässlich.